Heimat. Auf der Suche nach der verlorenen Identität

Heimat. Auf der Suche nach der verlorenen Identität

„Heimat“ gehört zu jenen Begriffen, die ideologisch und politisch besonders überfrachtet und belastet sind. In der Ausstellung „Heimat - Auf der Suche nach der verlorenen Identität“ präsentiert das Jüdische Museum der Stadt Wien die Arbeiten von dreizehn Fotografen vorwiegend aus Europa, die sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Es sind subjektive Annäherungen an die Frage, wo Heimat beginnen und wo sie enden kann. Jeder Fotograf zeigt seine Sicht von Heimat, wodurch deutlich wird, dass es keine letztgültige Erklärung des Begriffs Heimat geben kann. Zur Verdeutlichung der Problematik unterstreichen in der Ausstellung ausgewählte Zitate aus Essays von Philosophen, Historikern und Literaten diese Tatsache. Die Texte, aus denen diese Zitate stammen, sind im Katalog abgedruckt, in dem auch alle ausgestellten Fotografien abgebildet sind.

Das Ausstellungsprojekt im Jüdischen Museum ist der zentrale Teil einer Veranstaltungsreihe zum Thema Heimat: Bis 1. März wird im Österreichischen Filmmuseum eine Retrospektive zum Thema „Heimat im Film“ gezeigt, und während der Ausstellung findet von 26. Februar bis 1. März im Jüdischen Museum ein Symposion - „Heimatgedanken“ statt, bei dem Filmemacher, Historiker, Psychoanalytiker und Philosophen über den Heimatbegriff referieren und diskutieren werden.

Kuratoren: Joachim Riedl, Hannes Sulzenbacher