Obwohl Arthur Schnitzler zu sagen pflegte, er schreibe lediglich über “Liebe und Tod”, war seine literarische Produktion ebenso weit reichend wie umstritten: Er vertrat eine kompromisslose Haltung gegenüber dem zunehmenden Antisemitismus seiner Zeit, kritisierte gesellschaftliche Konventionen und schrieb offen über Sexualität, was ihm die Diffamierung eines seiner Stücke als “jüdischer Dreck” durch Adolf Hitler einbrachte. Weniger bekannt ist, dass Schnitzler auch Amateur-Komponist war. Nachdem sein verspielter “Liebelei-Walzer” (JMW, Inv. Nr. 13460) in der Ausstellung “Quasi una Fantasia” über das Wiener jüdische Musikerbe 2003 von unserem Museum vorgestellt wurde, bemerkte auch Dirigent Wolfgang Danzmayr diese Komposition und führte sie im Salzburger Neujahrskonzert des folgenden Jahres auf.
Sonntag, 19.8.2012 bis Donnerstag, 23.8.2012
Für Kinder von 10 bis 13 Jahren
Andy Warhols bunte Bilder inspirieren uns zu einer coolen farbenfrohen Reise durch Wien…»Weiter
Vortrag von Cathrin Shalev
Der Vortrag beleuchtet den Wandel der Einstellung gegenüber der deutschen Sprache und Kultur der deutschsprachigen Länder und insbesondere Österreich.»Weiter