Obwohl Arthur Schnitzler zu sagen pflegte, er schreibe lediglich über “Liebe und Tod”, war seine literarische Produktion ebenso weit reichend wie umstritten: Er vertrat eine kompromisslose Haltung gegenüber dem zunehmenden Antisemitismus seiner Zeit, kritisierte gesellschaftliche Konventionen und schrieb offen über Sexualität, was ihm die Diffamierung eines seiner Stücke als “jüdischer Dreck” durch Adolf Hitler einbrachte. Weniger bekannt ist, dass Schnitzler auch Amateur-Komponist war. Nachdem sein verspielter “Liebelei-Walzer” (JMW, Inv. Nr. 13460) in der Ausstellung “Quasi una Fantasia” über das Wiener jüdische Musikerbe 2003 von unserem Museum vorgestellt wurde, bemerkte auch Dirigent Wolfgang Danzmayr diese Komposition und führte sie im Salzburger Neujahrskonzert des folgenden Jahres auf.
In Wien von den Nazis gejagt, in München die Prominenz erobert
„Vor wenigen Monaten bin ich 91 Jahre alt geworden, und ich denke, dass ich nicht mehr endlos Zeit habe, um der Generation meiner Enkel von dem Wunder zu berichten, das mir widerfahren ist: Ich habe überlebt”, so Martin Katz in seiner Biografie.»Weiter