Fanny von Arnstein (1758-1818) gilt als die Begründerin der klassischen jüdischen Salonkultur in Wien, die in der französischen Aufklärung wurzelte. Zu deren erklärten Zielen gehörte die gesellschaftliche und politische Gleichberechtigung ohne Ansehen von Religion, Stand und Geschlecht. Desungeachtet machten Fanny von Arnstein wie auch ihre Zeitgenossen, der große jüdische Philosoph Moses Mendelssohn und der deutsch-jüdische Dichter Moses Ephraim Kuh die beschämende Erfahrung, dass ihnen bei der Durchreise durch Sachsen eine Leibmaut abgenommen wurde, die nur von Juden eingehoben wurde. Obwohl Fannys Salon in Wien zu den begehrtesten gesellschaftlichen Treffpunkten zählte, musste ihr Mann Nathan von Arnstein eine „Toleranzsteuer“ für das Aufenthaltsrecht für sich und seine Familie bezahlen.
m Freitag, dem 9. November 2012, gedenken wir um 14:00 Uhr der Opfer des Novemberpogroms. Das Jüdische Museum Wien ist auch ein Erinnerungsort, der mit seinen Sammlungen und durch einzelne Objekte auf die Shoah verweist. Nach dem Gedenken werden wir Ihnen ausgewählte Objekte und deren Geschichte vorstellen.»Weiter