„Der Hase mit den Bernsteinaugen“

Edmund de Waal: Der Hase mit den Bernsteinaugen.
Das verborgene Erbe der Familie Ephrussi

264 Netsuke, Miniatur-Schnitzereien aus Holz und Elfenbein aus Japan, liegen in der Vitrine des britischen Keramikkünstlers Edmund de Waal, ein Nachkomme der judischen Bankiersfamilie Ephrussi, die an Reichtum und Einfluss einst den Rothschilds ebenbürtig war. Wie die Netsuke zu ihm gelangten, erzählt de Waal in einem außergewöhnlichen Erinnerungsbuch, das vom Paris der Belle Époque ins Wien des Fin de siècle führt und vom Tokio der 1950er Jahre über Odessa nach London.

Charles Ephrussi, Kunsthistoriker, Sammler, Mäzen der Impressionisten und Freund von Marcel Proust, erwarb in den 1870er Jahren die Netsuke und schenkte sie um die Jahrhundertwende seinen Wiener Verwandten Viktor und Emmy, de Waals Urgroßeltern. Bis mit dem „Anschluss“ ihre Welt zusammenbrach, residierten sie in einem prunkvollen Ringstraßenpalais, umgeben von Büchern und Kunstschatzen. Dann wurde das Vermögen „arisiert“, die Familie in die ganze Welt verstreut. Von all dem Glanz blieben – die Netsuke.

Edmund de Waal: Der Hase mit den Bernsteinaugen.
Das verborgene Erbe der Familie Ephrussi
Übersetzt von Brigitte Hilzensauer.
352 Seiten, fester Einband. € 19,90 (D),
€ 20,50 (A), CHF 29,90 (CH)

 

Die Veranstaltung ist AUSVERKAUFT! Karten sind weder im Vorverkauf noch an der Abendkassa erhältlich.

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