Lachen im Angesicht des Todes – Kabarett im KZ und im Exil

**Podiumsgespräch mit Volker Kühn und Konstantin Kaiser**   ![/sites/default/files/old/2155.jpg:right]("" "")Das Jahr 1933 bedeutete eine Zäsur in der Unterhaltungskultur Wiens und Berlins: Als Adolf Hitler zum deutschen Reichskanzler ernannt wurde, begann die gnadenlose Verfolgung von politischen Gegnern und Andersdenkenden. Ganz oben auf seiner Liste standen zeitkritische Künstler, insbesondere jene von Bühne und Film, denn diese haben die größte Massenwirksamkeit. Schauspieler, Kabarettisten, Musiker und Schriftsteller mussten um ihr Leben rennen. Wer die Gefahr zu spät erkannte und nicht ins Exil flüchtete, landete in Konzentrationslagern und endete oft in Vernichtungslagern. In Durchgangslagern wie Westerbork in den Niederlanden und in Theresienstadt wurde auf Geheiß des NS-Regimes Kabarett und Musik gespielt, um den gequälten und versklavten Menschen kurzfristig die Todesangst zu nehmen.   **Volker Kühn**, der in Deutschland als der herausragende Kenner der Geschichte des Kabaretts gilt und mit „Totentanz. Kabarett hinter Stacheldraht. Humor und Satire im KZ“ 1991 eine umfassende TV-Dokumentation zum Thema (auch als DVD bei der Edition Mnemosyne erschienen) vorlegte, diskutiert mit **Konstantin Kaiser**, dem renommierten österreichischen Exilforscher und langjährigen Präsidenten der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung, zum Thema. Die Podiumsdiskussion wird mit Ausschnitten aus Volker Kühns Totentanz-Dokumentation eingeleitet. Moderator des Gesprächs ist **Alfred Stalzer**, einer der beiden Kuratoren der Ausstellung. Begleitveranstaltung zur Ausstellung **„Alle MESCHUGGE? Jüdischer Witz und Humor“**. Eintritt frei _Jüdisches Museum Wien Dorotheergasse 11 1010 Wien_