Willkommen meine Damen und Herren,
ich darf Sie als Direktorin des Jüdischen Museums Wien herzlich begrüßen. Mein Team und ich freuen uns, dass Sie unsere Homepage besuchen.
Die Geschichte Wiens ist untrennbar mit den Wiener Juden verbunden, die seit dem 10. Jahrhundert hier leben. Es gibt nur wenige europäische Metropolen, deren Stadtgeschichte so eng mit der jüdischen Geschichte und Bevölkerung verbunden ist wie Wien. Und viele dieser Menschen, die Geschichte geschrieben haben, sind vertrieben oder ausgelöscht worden. Das gilt für Sigmund Freud genauso wie für den jüdischen Händler aus der Leopoldstadt. Wien verliert nach 1938 zigtausende Menschen. Menschen, die alle in ihrem eigenen Lebensbereich viel zum Blühen dieser Stadt beigetragen haben. Sie verlieren ihre Wurzeln, ihre Sprache, ihre Identität. Was ihnen gehört hat, nehmen ihnen andere. Alle, die gehen, hinterlassen eine Lücke, die niemals zu schließen ist.
Sowohl im Palais Eskeles, das eine wechselvolle Geschichte mit vielen verschiedenen Besitzern hinter sich hat, als auch in unserem zweiten Standort auf dem Judenplatz, bekommen Sie einen einmaligen Überblick über die Geschichte der Jüdischen Gemeinde in Wien. Unter den zahlreichen Besitzern des Hauses in der Dorotheergasse ist auch der Besitzer des Bankhauses Arnstein und Eskeles, der Gründer der Österreichischen Nationalbank, Bernhard Eskeles, dessen Namen das Palais heute trägt.
Im Museum Judenplatz können wir Ihnen unsere Dauerausstellung über das jüdische Wien im Mittelalter vorstellen. Außerdem bieten wir im Erdgeschoss interessante Wechselausstellungen an, die Ihnen weitere Einblicke in das jüdische Leben geben.
Nach einer umfangreichen Sanierung präsentiert sich das Palais Eskeles als offenes Haus mit innovativen Einblicken in seine Sammlungen und einem einzigartigen Jahresprogramm.
Ich freue mich, wenn Sie zu uns kommen und wünsche Ihnen auch interessante Erfahrungen hier auf unserer Homepage.






