Lichtinstallation „Museum“ - Brigitte Kowanz

Die Lichtinstallation der österreichischen Künstlerin Brigitte Kowanz bezeichnet das Wort „Museum“ in Hebräisch an der Fassade des Palais Eskeles in der Dorotheergasse 11. Dieses Kunstwerk geht auf eine Initiative von Danielle Spera, Direktorin des Jüdischen Museums Wien, zurück und ist eine Neuerwerbung durch den Verein der Freunde zum Anlass der Wiedereröffnung des Museums am 19. Oktober 2011.

Brigitte Kowanz, geboren in Wien, ist vor allem für ihre Lichtinstallationen und Interventionen im architektonischen Bereich bekannt geworden. Sie studierte von 1975 bis 1980 an der Hochschule für angewandte Kunst Wien. Bereits 1984 wurden Arbeiten von ihr auf der Biennale in Venedig ausgestellt. Solo-Ausstellungen hatte Kowanz u.a. in Eindhoven, München, Venedig, Berlin und Brüssel und zuletzt 2011 im MUMOK Wien. Seit 1997 ist sie an der Universität für angewandte Kunst Wien Professorin für Transmediale Kunst. Neben anderen wichtigen Auszeichnungen wurde ihr 2009 der Große Österreichischer Staatspreis für Bildende Kunst zugesprochen. Mit der Lichtinstallation „Museum“ hat Kowanz ein Landmark geschaffen, das auch im wortwörtlichen Sinn auf den Standort des Jüdischen Museums Wien im Palais Eskeles in der Dorotheergasse 11 verweist.  

Über Brigitte Kowanz und ihre Arbeiten bemerkt Christian Reder in seinem Text „Licht = Maß = Form = Dasein“: „Im öffentlichen Raum, für den sie vermehrt arbeitet, werden durch die Integration ihrer Vorstellungen in Architektur Situationen geschaffen, die Normalität mit Integrität versöhnen oder zumindest in eine subtile Balance bringen. Wertigkeiten macht sie über unmerkliche Veränderungen sichtbar. Die Aufmerksamkeit wird unwillkürlich geschärft. Nie kommt es zur Attitüde „Ich zeigen – Du schauen“, die im Kunstbetrieb so präsent ist wie gegenüber Gastarbeitern. Betrachter und Betrachterinnen werden ernst genommen, und das merken sie.“        

Die feierliche Enthüllung der Stiftertafel fand am 18. Oktober 2011 unter der Anwesenheit von Dr. Thomas G. Lachs, Präsident Verein der Freunde, Dkfm. Mag. Christoph Mai, Generalsekretär Verein der Freunde, Museumsdirektorin Dr. Danielle Spera und vieler Mitglieder statt.

Wir bedanken uns herzlich beim Verein der Freunde des Jüdischen Museums, der uns diesen Ankauf ermöglicht hat!