Eine Schenkung der „Godmother of Women’s history“
13 Zeichnungen von Ili Kronstein (1897-1943)
Die im Jänner dieses Jahres verstorbene Historikern Gerda Lerner, von der New York Times als „Godmother of Women’s history“ tituliert, hinterließ dem Jüdischen Museum 13 Zeichnungen ihrer Mutter, der Künstlerin Ili Kronstein (1897-1943). 
Gerda Lerner kam 1920 in Wien zur Welt und floh nach einer Gestapohaft mit ihrer Mutter 1938 nach Liechtenstein. Die Johannes-Itten-Schülerin Ili Kronstein schuf nach ihrer Fluch aus Wien in Südfrankreich bis zu ihrem Tod 1943 ein explosives Werk, das Gerda Lerner gemeinsam mit ihrer Schwester Nora Kronstein bereits 1997 zum Großteil dem Jüdischen Museum Wien übergeben hatten. Im Jahr zeigte das Museum eine Auswahl der Werke in der Ausstellung „Die Welt der Ili Kronstein“.
Gerda Lerner selbst floh 1939 in die USA, wo sie nach der Geburt zweier Kinder an der Columbia University ein Geschichtestudium aufnahm und in Rekordzeit absolvierte.
Auf dem Sarah Lawrence College entwickelte sie in den 1970er Jahren den ersten Lehrplan für Women’s History in den USA, den sie dann auf der University of Wisconsin in Madison weiterentwickelte. Gerda Lerner erhielt 16 Ehrendoktorate weltweit und zahlreiche Auszeichnungen, u.a. in Österreich.
In ihrem Testament bestimmte sie das Jüdische Museum Wien als Erbe der noch in ihrem Besitz befindlichen Werke ihre Mutter.
Anlässlich eines Memorial-Veranstaltung, die am 28.4. 2013 an der Universität von Wisconsin stattfand, wurden Chefkurator Werner Hanak-Lettner die Zeichnungen überreicht.






