Zeuge einer Epoche. Fotos von David Rubinger
4. März - 12. Juni 1994
Das Jüdische Museum zeigt Fotodokumentation über die Geschichte des Staates Israel.
Über vierzig Jahre hat David Rubinger die Freuden und Leiden des jungen Staates Israel in seinen Bildern festgehalten. Dem gebürtigen Wiener gelang es 1939, im Alter von 15 Jahren, vor den Nazis ins damalige Palästina zu fliehen, wo er die ersten Jahre in einem Kibbuz im Jordantal verbrachte. Während seines Dienstes in der Britischen Armee entdeckte er seine Leidenschaft für die Fotografie. Als er sich nach Ende des Zweiten Weltkrieges mit seiner Familie in Jerusalem niederließ, beschloß er, sein bisheriges Hobby zu seiner ausschließlichen Lebensaufgabe zu machen.
Ab 1952 Fotografierte er für die israelische Zeitschrift „Ha’Olam-haze“, bis er 1954 seinen ersten Auftrag für das TIME Magazin erhielt. Ab diesem Zeitpunkt berichtete Rubinger als Fotojournalist von TIME/LIFE über die historisch wichtigsten Ereignisse im Nahen Osten. Als seine Visitenkarte versteht Rubinger seine Aufnahme mit der soeben eingenommenen Klagemauer im Juni 1967. Im Vordergrund heben sich die Gesichter der noch ahnungslosen Soldaten ab, der Schock der Kampferlebnisse ist ihnen ebenso in Gesicht geschrieben wie die Ehrfurcht vor dem heiligen Gemäuer.
Einerlei, ob es sich um die Einwandererproblematik, den israelischen Parlamentsalltag, die Außenpolitik, Krieg oder Terrorismus handelt, sind es stets Menschen, die Rubingers Fotos prägen. Als Fotojournalist bemüht sich Rubinger stets um Ausgewogenheit und Objektivität, weshalb ihn auch der ehemalige Bürgermeister von Jerusalem, Teddy Kollek, anlässlich der 40-Jahr-Feiern des Staates Israel bat, eine Auswahl seiner Bilder im Jerusalem-Museum auszustellen.
Wir freuen uns, diese wertvolle Fotodokumentation nun auch in Wien zeigen zu können. Als einfühlsames und doch kritisches Zeugnis einer Epoche erhebt die Sammlung keinen Anspruch auf Vollständigkeit, wird jedoch dem Anspruch gerecht, den Besuchern einen - vielleicht neuen - Einblick in die Geschichte des modernen Staates Israel zu geben.
Die Ausstellung wurde von Israels Botschafter Dr. Yosef Govrin in Anwesenheit des Ehrengastes David Rubinger eröffnet.
Jerusalems Altbürgermeister Teddy Kollek übermittelte dem Jüdischen Museum zur Eröffnung der Ausstellung eine Glückwunschadresse, in der er David Rubinger seinen tief empfundenen Dank für sein Wirken ausspricht.
Kuratorin: Cristina Wollner
Palais Eskeles
Dorotheergasse 11
1010 Wien
Chagall. Bilder • Träume • Theater • 1908 - 1920
11. März - 12. Juni 1994
In der Ausstellung „Chagall - Bilder • Träume • Theater • 1908-1920“ werden einige der bedeutendsten Werke des Künstlers präsentiert.
Im Mittelpunkt stehen die Wandgemälde für das Staatliche Jüdische Kammertheater Moskau, die zu den künstlerisch interessantesten Arbeiten im Œuvre Chagalls zählen: Die großformatigen Bilder, die 1920 innerhalb von dreißig Tagen entstanden sind, stellen aus heutiger Sicht die Synthese seines Schaffens der „Russischen Jahre“ dar. Im Jüdischen Museum wird dieser Bilderzyklus dem Besucher wieder so gezeigt, wie er ursprünglich als Ensemble zusammengestellt war. Das größte Gemälde, „Einführung in das Jüdische Theater“, dominiert den dem Theater nachempfundenen Ausstellungsraum.
Der zweite Teil der Chagall-Schau zeigt eine Auswahl von Werken, die einerseits das Leben in Witebsk, der Geburtsstadt des Künstlers zeigen, andererseits auch zahlreiche sehr persönliche Details aus Chagalls privatem Leben vermitteln.
Die Ausstellung kam mit freundlicher Unterstützung der Lufthansa-Kulturförderung zustande.
Kurator: Werner Hanak
Palais Eskeles
Dorotheergasse 11
1010 Wien
Gewidmet dem Andenken. Aus Wiens Synagogen und Bethäusern
9. Juni - 9. November 1994
Mit dieser Ausstellung präsentiert das Jüdische Museum eine Auswahl von Kultobjekten aus den Beständen der Israelitischen Kultusgemeinde. Dieser unschätzbare Bestand, den die Wiener Kultusgemeinde dem Museum übergeben hat, ist nicht als „Sammlung“ im herkömmlichen Sinne zu verstehen. Vielmehr handelt es sich um „Eingesammeltes“, um das, was an Kultgegenständen 1945 von der einst blühenden jüdischen Gemeinde Wiens noch übrig geblieben war. Diese Gegenstände waren den ehemaligen Wiener Synagogen und Bethäusern „zur Ehre der Tora“ gewidmet, teils anonym, teils von genannten Spendern, teils „dem Andenken an“ verstorbene Verwandte des Stifters, teils auch anläßlich der Einweihung neuer Gotteshäuser. Mit der Übernahme dieses Bestandes hat das Jüdische Museum ein historisch wertvolles, aber auch ein äußerst schwieriges Vermächtnis angetreten. Denn diese Gegenstände sind nicht einfach als Kunstobjekte zu behandeln, standen sie doch als Kultobjekte in Verwendung und waren in einen konkreten Lebenszusammenhang eingebunden, aus dem sie 1938 buchstäblich herausgerissen wurden. Daher sind sie nicht nur stumme Zeugen der glanzvollen Geschichte der jüdischen Gemeinde Wiens, sie sind auch Zeugen ihrer Vernichtung. Indem in dieser Ausstellung jeweils ein prachtvoller einem zerstörten Kultgegenstand gegenübergestellt ist, soll die doppelte Bedeutung, die diesen Objekten also zukommt, bewußt gemacht werden. Ihre Präsentation ist dem Andenken gewidmet.
Kuratorin: Felicitas Heimann-Jelinek
Palais Eskeles
Dorotheergasse 11
1010 Wien
MOPP. Max Oppenheimer 1885 - 1954
24. Juni - 18. September 1994
Eine späte Würdigung im Jüdischen Museum Wien erhält das Werk eines großen Verdrängten der österreichischen Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts: Max Oppenheimer wurde 1885 in Wien geboren und zählte bis zu seiner von den Nazis erzwungenen Emigration im Jahre 1938 zu den bedeutendsten Künstlern der österreichischen Avantgarde, der gemeinsam mit Egon Schiele und Oskar Kokoschka in den Jahren um 1910 eine österreichische Spielart des Expressionismus schuf. Wenig später reflektierte er die neuen Möglichkeiten des französischen Kubismus, und in den zwanziger Jahren verband er in seinen Berliner Großstadtbildern diesen Kubismus mit futuristisch beeinflußten Stilmitteln. Nach seiner Emigration in die USA im Jahre 1939 geriet MOPP, wie sich der Künstler nannte, weitgehend in Vergessenheit.
Neben der Verfemung von Oppenheimers Werk ist die Aufsplitterung seines künstlerischen Werks eine Ursache für die späte Würdigung im Jüdischen Museum Wien, das für die Präsentation von fünfzig Ölbildern, den wichtigsten Plakaten und einer Auswahl aus den Grafiken fast vierzig Leihgeber bemühen musste, um die erste umfassende Retrospektive seit MOPPs Emigration zustande zu bringen. Diese Ausstellung gibt einen repräsentativen Überblick über die Hauptwerke aus allen Schaffensperioden Oppenheimers von den frühesten Anfängen 1907/08 bis zum allerletzten Lebensjahr 1954: Darstellungen zur Musik, mythologisch verbrämten Aktdarstellungen, Porträts, Landschaftsmalereien, Stilleben und herausragende Beispiele des graphischen Œuvres.
Kurator: Tobias G. Natter
Palais Eskeles
Dorotheergasse 11
1010 Wien
Natzlerkeramiken 1935 - 1990
8. Juli - 26. Oktober 1994
Als Gertrude und Otto Natzler nach der Okkupation Österreichs durch Nazideutschland 1938 ihre Heimatstadt Wien verlassen mussten, standen die beiden Keramikkünstler erst am Beginn ihrer Karriere: Sie hatten kurz zuvor für ihre Arbeiten als Vertreter österreichischen Kunsthandwerks auf der Pariser Weltausstellung 1937 eine Silbermedaille gewonnen, und eine Personale in der Galerie Würthle markierte einen vielversprechenden Start. Ihre jüdische Herkunft zwang sie jedoch zur Emigration in die USA, wo sie bereits kurz nach der Ankunft erfolgreich waren: 1939 errangen sie den ersten Preis bei einer Keramikausstellung in Syracuse, New York, und 1940 wurden ihre Arbeiten im New Yorker Metropolitan Museum of Art ausgestellt. Zahlreiche weitere Ausstellungen in den USA folgten. Nach dem Tod seiner Frau Gertrude im Jahre 1971 setzte Otto Natzler sein künstlerisches Schaffen fort, das in mehreren Personalen präsentiert wurde.
Eine umfangreiche Retrospektive des American Craft Museums in New York im Jahre 1993 gab den letzten Anstoß für eine seit Jahren geplante Würdigung Werks von Otto und Gertrude Natzler in Wien.
Die Ausstellung im Jüdischen Museum Wien umfaßt 85 Arbeiten aus einem mehrere tausend Objekte umfassenden Œuvre, biographisches Dokumentationsmaterial, Videos und einer Fotodokumentation - Großaufnahmen von Keramikglasuren - von Otto Natzlers zweiter Frau, Gail Raynolds Natzler.
Im Zusammenarbeit mit dem Historischen Museum der Stadt Wien und dem American Craft Museum in New York.
Kuratorin: Sylvia Mattl-Wurm
Palais Eskeles
Dorotheergasse 11
1010 Wien
Überleben in Sarajevo. Eine jüdische Gemeinde hilft ihrer Stadt. Fotografien von Edward Serotta
30. September - 20. November 1994
Der amerikanische Fotograf Edward Serotta versucht mit dieser Fotodokumentation, das Schicksal der am bosnischen Bürgerkrieg nichtbeteiligten jüdischen Gemeinde Sarajevos, ihr Leben und ihre Aktivitäten in der umkämpften und belagerten Stadt zu dokumentieren. Er wurde mit seiner Kamera Zeuge der Aktivitäten der Hilfsorganisation „La Benevolencija“. „La Benevolencija“ ist ein Beispiel dafür, wie eine jüdische Gemeinde ihren nächsten Nachbarn aus allen in Bosnien lebenden Volksgruppen und Religionsgemeinschaften Schutz bietet und den Menschen bei dem hilft, was die jüdische Gemeinde durch Jahrhunderte gelernt hat: zu überleben. Bis heute verließen etwa 75% der Mitglieder der jüdischen Gemeinde die belagerte Stadt. Der Entschluß, in der Heimatstadt Sarajevo zu bleiben, war für den restlichen Teil auch eine Entscheidung, im Rahmen der humanitären Hilfsorganisation „La Benevolencija“ die Räumlichkeiten der jüdischen Gemeinde zu einem effektiven Hilfszentrum umzugestalten: Hier werden die Menschen mit Nahrungsmitteln und Medikamenten versorgt, eine Erste-Hilfe-Station sorgt für die medizinische Betreuung, und die eingerichtete Poststelle samt einer Funkstation stellen mittlerweile die oft einzigen Verbindungen zur Außenwelt dar. „La Benevolencija“ organisierte in den vergangenen Monaten außerdem in Zusammenarbeit mit dem American Jewish Joint Distribution Committee elf Flüchtlingstransporte, die rund 2.300 Menschen, darunter 1.000 Mitglieder der jüdischen Gemeinde, aus der Stadt brachten.
Kurator: Werner Hanak
Palais Eskeles
Dorotheergasse 11
1010 Wien
Joseph Roth. 1894-1939
7. Oktober 1994 - 12. Februar 1995
Hundert Jahre jung: Joseph Roth im Jüdischen Museum Wien.
Mit der Ausstellung „Joseph Roth 1894-1939“ würdigt das Jüdische Museum Wien Leben und Werk eines der bedeutendsten österreichischen Literaturschaffenden des 20. Jahrhunderts. Romane wie „Hiob“, „Radetzkymarsch“ oder „Die Kapuzinergruft“ sind einem größeren Publikumskreis nicht zuletzt aufgrund der Verfilmungen bekannt. Darüber hinaus setzte sich bisher nur ein kleiner Kreis wirklich intensiv mit Roth auseinander. Die Ausstellung zeichnet eine differenzierte Biographie des Schriftstellers und beleuchtet alle Facetten seines Schaffens. Über 500 Exponate wurden zusammengetragen - Originaldokumente, Briefe, Erstausgaben und Fotos, von denen rund 100 dank der großzügigen Unterstützung zahlreicher Leihgeber erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden können. So entsteht ein umfassendes Bild, das Roth über seine Bedeutung als Romancier hinaus als erfolgreichen Journalisten, als kontroversiellen Polemiker in jüdischen Angelegenheiten und als engagierten politischen Kämpfer gegen den Nationalsozialismus zeigt. Die Schau beginnt mit der jüdischen Kindheit und Jugend im k.u.k. Ostgalizien und verfolgt alle Stationen seines Lebens und ihre Bedeutung für sein literarisches Schaffen bis zu Roths Tod im Pariser Exil.
Die Ausstellung kam mit freundlicher Unterstützung des Leo Baeck Instituts New York und der Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur zustande.
KuratorInnen: Heinz Lunzer, Victoria Lunzer-Talos, Gabriele Kohlbauer-Fritz
Palais Eskeles
Dorotheergasse 11
1010 Wien
Proletarier und Revolutionäre. Die jüdische Arbeiterbewegung
11. November 1994 - 29. Jänner 1995
Mit der Frühgeschichte der jüdischen Arbeiterbewegung setzt sich die Ausstellung „Proletarier und Revolutionäre“ auseinander, die bis 29. Jänner 1995 im Jüdischen Museum Wien gezeigt wird. Die vom Beth-Hatefutsoth-Museum, Tel Aviv, erarbeitete Dokumentation zeigt die Anfänge der jüdischen Arbeiterbewegung und verfolgt ihre weitere Entwicklung bis zum Vorabend des Zweiten Weltkriegs anhand von Fotos, Dokumenten, Filmen und einiger Objekte. Schwerpunkte der Präsentation sind Rußland, Polen, Großbritannien, die USA und Palästina. Für die Wiener Schau wurde ein spezieller Abschnitt über die österreichische Entwicklung erarbeitet: Obwohl die jüdische Arbeiterbewegung in Wien nicht so stark war wie in den osteuropäischen Metropolen, war die Stadt als Zufluchtsort vieler russisch-jüdischer Sozialrevolutionäre von entscheidender Bedeutung. In den frühen 20er Jahren erlebte die jüdische Arbeiterbewegung in Wien - nicht zuletzt durch die Zuwanderung aus Galizien - einen Aufschwung. Dieser wurde erst 1934 durch die Machtübernahme der Austrofaschisten beendet, da das autoritäre Regime auch die jüdischen Arbeiterorganisationen verbot. Die Ausstellung zeigt alle wesentlichen Aspekte der jüdischen Arbeiterbewegung, die politische Parteien, Gewerkschaften sowie Bildungs- und Sozialhilfeinstitutionen umfaßte. Dabei steht die Darstellung des polemischen Widerstreits der Ideologien, der Vielfalt an Organisationen und der geographischen Streuung der einzelnen Bewegungen im Zentrum des Interesses.
Kuratorin: Felicitas Heimann-Jelinek
Palais Eskeles
Dorotheergasse 11
1010 Wien
Weihnukka. Eine Ausstellung zum Thema Chanukka
27. November 1994 - 16. Februar 1995
„Zu Weihnachten haben es die Juden schwer, denn Weihnachten ist ein Fest, wie sie es gerne mögen: mit Religion, Einladungen, gutem Essen, Geschenken für die Kinder….
Glücklicherweise haben die Juden ungefähr zur gleichen Zeit auch ein Fest, das Chanukka heißt, das Fest des Lichtes“
(Lionel Blue)
„Chanukka“ bedeutet „Weihe/Einweihung“ und bezieht sich auf die Wiedereinweihung des Jerusalemer Tempels nach dem erfolgreichen Aufstand der Makkabäer gegen die Seleukiden.
Den geschichtlichen Hintergrund zum Chanukka-Fest bieten die beiden außerkanonischen, das heißt nicht in der hebräischen Bibel enthaltenen Makkabäer-Bücher. Sie beginnen mit dem Bericht über die Siegeszüge Alexander des Großen, unter dessen Herrschaft Judäa vom Jahre 332 v.d.Z. an war. Nach seinem Tod fiel Judäa erst den in Ägypten regierenden Ptolemäern zu. Mit dem Jahr 198 wurde es Teil des syrisch-seleukidischen Staates, wobei es seine innere Autonomie wahren konnte. Unter Antiochus IV. Epiphanes sah sich Judäa allerdings einem massiven Hellenisierungsdruck ausgesetzt. Ein großer Teil der Oberschicht arrangierte sich mit den neuen Herren und übernahm deren Lebensart. Die wachsenden Gegensätze führten zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen, was Antiochus IV. militärisch eingreifen ließ. Damals wurde der Tempel entweiht und geplündert. Das Land verlor seine Selbstständigkeit, fremde Truppen blieben nun in Israel stationiert. Ein Partisanenkrieg unter der Führung des Juda Makkabi aber befreite Judäa von der seleukidischen Herrschaft, das ab 165 v.d.Z. von einer makkabäischen (hasmonäischen) Dynastie regiert wurde.
In Zusammenhang mit der feierlichen Wiedereinweihung des Tempels nach diesem Sieg wird in den Makkabärbüchern erzählt, dass die Gesetzestreuen nur einen einzigen Krug mit nicht verunreinigtem Öl im Heiligtum vorfanden, welcher wunderbarerweise jedoch ausreichte, um den Tempelleuchter acht Tage lang brennen zu lassen. Daher wird Chanukka, das am 25. Kislew (November/Dezember) beginnt, acht Tage lang gefeiert. In der Synagoge, wie auch im privaten Haushalt wird am ersten Chanukka-Tag ein Licht, am zweiten werden zwei usw. entzündet, bis am letzten Tag alle acht Lichter brennen.
Das Jüdische Museum präsentiert hiermit nicht nur historische Erklärungen zu Chanukka, sondern möchte mit seiner „Weihnukka“-Ausstellung auf die vielfachen formalen und ästhetischen Annäherungen der Feste Chanukka und Weihnachten hinweisen. Emanzipation und Assimilation, das pluralistische Nebeneinader der verschiednen Religionen seit dem Zeitalter des Liberalismus ermöglichten diese Annäherung. Ausgewählte zeitgenössische Objekte zum Anschauen und Anfassen sollen veranschaulichen, wie lebensfroh Chanukka auch heute gefeiert wird.
Kuratorin: Felicitas Heimann-Jelinek
Palais Eskeles
Dorotheergasse 11
1010 Wien






