Angebote für Schulklassen

Geschichte der Juden in Wien

Wir ermöglichen Ihnen und Ihren SchülerInnen eine Reise durch die Zeit. Eine Reise an Orte jüdischer Geschichte in Wien, eine Reise zu Personen, die in dieser Geschichte große und kleine Rollen gespielt haben. Eine Reise vom Mittelalter bis in die Gegenwart...
Alle Vermittlungsangebote zum Themenbereich Jüdische Geschichte haben wir hier für Sie zusammengestellt. Sämtliche Angebote sind für Schulklassen und Studentengruppen kostenlos. Nutzen Sie die Möglichkeit mehrere Angebote an verschiedenen Standorten zu kombinieren.

Die Programme:

So viele Synagogen!

(Volksschule und Unterstufe bis 12 Jahre)
Ein Geschichte-Programm für sehr junge SchülerInnen, ideal in Kombination mit einer Führung in der Synagoge in der Seitenstettengasse, die ja als einziges jüdisches Gotteshaus im November 1938 nicht zerstört wurde. Im Schaudepot des Museums befindet sich, was an Materiellem übrig ist vom jüdischen Wien. Die Objekte stammen aus verschiedenen Wiener Synagogen und Bethäusern und „erzählen“ ihre Geschichten. Um sich das besser vorstellen zu können, kleben die SchülerInnen Abbildungen der Synagogen in einen aktuellen Wien-Stadtplan ein.
Jüdisches Museum

Jüdisches Wien – Eine Annäherung

(ab 14 Jahren)
Einen außergewöhnlichen und neuen Weg geht die historische Installation des Museums. Keine realen Gegenstände in Vitrinen, sondern Hologramme erzählen in 21 Stationen die komplexe Wiener jüdische Geschichte: von der mittelalterlichen Gemeinde bis zur ersten Vertreibung, vom Getto bis zur Integration in die bürgerliche Gesellschaft, von der Schoa bis zur Gegenwart.
In den Hologrammen stehen drei Vermittlungsprogramme mit unterschiedlicher methodischer Ausrichtung zur Verfügung:
-Anhand von Arbeitsblättern werden einzelne Hologramme von den SchülerInnen in Kleingruppen „unter die Lupe“ genommen und präsentiert. Zusätzliches Infomaterial zum Recherchieren wird bereitgestellt.
-history/herstory verknüpft Geschichte mit Geschichte(n) mit Geschichten. Die SchülerInnen sollen für z.T. erfundene, z.T. belegbare die Geschichten ein passendes Hologramm finden.
-Wellcome Vienna macht die SchülerInnen zu City-Guides in Wien. In Kleingruppen suchen sie zunächst ihr Lieblings-Hologramm aus, recherchieren und machen eine Führung für fünf unterschiedliche jüdische Gruppen: eine jüdische Schulklasse, amerikanische Touristen aus Florida, die bis 1939 in Wien gelebt haben, ein Rabbiner-Seminar, SoldatInnen der Israelischen Armee und Mitglieder eines deutsch-jüdischen Chores auf Konzertreise.
Jüdisches Museum 

Kurt und Ilse (Kein) Überleben in Wien

(ab 14 Jahren)
Anhand von Material aus dem Archiv des Jüdischen Museums - alles wurde photographiert und darf angefasst werden – entwickeln die SchülerInnen die Biographie von Kurt und Ilse. Beide haben 1938 bis 1945 in Wien gelebt und gerade nicht überlebt. Historische Eckdaten werden ebenso vermittelt wie der Alltag, das ganz normale Leben von Kurt und Ilse. Dass beide Kinder nicht überlebt haben, wird den SchülerInnen zunächst noch nichtverraten. Die Fotos sollen chronologisch geordnet werden, anschließend überlegen wir in Kleingruppen, wie die Geschichte von Kurt und Ilse weitergegangen sein könnte...
Dieses Programm ist als Schreibwerkstatt buchbar, die Enden der Geschichten werden von den SchülerInnen schriftlich festgehalten.
Jüdisches Museum

Eine Schachtel voller Erinnerungen

(ab 14 Jahren)
Diese im Museum ausgestellte Schachtel ist mit folgenden Worten beschriftet: „Dr. Franz und Anna Bial / am 27. Mai 1942 abtransportiert / 3. Paket / Tochter Lilly Bial, geb. 1926 / 1939 nach England gefahren.“ Lilly, die Tochter von Franz und Anna, hatte 1939 mit einem Kindertransport nach England gerettet werden können. Die Eltern wurden am 27. Mai 1942 nach Minsk deportiert und ermordet. Erst 2004 konnte Lilly Bial gefunden werden. Sie hat den größten Teil der Objekte aus der Schachtel dem Jüdischen Museum überlassen, wissend, dass so ihre eigene und die Geschichte ihrer Eltern erinnert wird. Lilly Bial verstarb im Sommer 2007. Das Vermittlungsprogramm ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung mit der Wiener jüdischen Geschichte, insbesondere mit Lilly: die SchülerInnen reagieren in Form eines Briefes an das Museum. Sie überlegen, was sie, wären sie Lilly, aus der Schachtel hätten behalten wollen...
Jüdisches Museum 

ok, dobre, ciao!

(ab 15 Jahren)
Eine Variation des bewährten Vermittlungsprogramms „Interview mit einem Objekt“ konfrontiert die SchülerInnen anhand von Photos mit Objekten aus der Dauer- und gegebenenfalls auch aus der Wechselausstellung. Die Objekte werden zu Gesprächsanlässen für die Jugendlichen: nachdenken, erzählen, reden, sich aufregen, eine Meinung äußern - Dazugehören, Heimat, Flucht, Exil...
Jüdisches Museum

geschichte gehen – zur Erinnerung an das Novemberpogrom 1938

(ab 14 Jahren)
Nach einer thematischen Einführung im Schaudepot des Jüdischen Museums gehen die SchülerInnen in die Seitenstettengasse 4, zum Morzinplatz und in die Tempelgasse 5. Die „gehen“ Geschichte und erfahren anhand einer Zeitleiste, in welcher Dichte sich die Ereignisse am 10. November 1938 in Wien abgespielt haben.
Jüdisches Museum 

Liebe Henny

(ab 14 Jahren)
Bei diesem Vermittlungsprogramm lernen SchülerInnen zwei Personen kennen, deren Briefwechsel sich seit Mai 2008 im Jüdischen Museum befindet. Der über 200 Objekte umfassende Bestand erzählt die Geschichte von Henriette Rokeach und Ignaz Feuerlicht, beide lebten bis 1939 in Wien und emigrierten in unterschiedliche Richtungen. Henriette war Schülerin im Zwi Perez Chajes Gymnasium, Ignaz Feuerlicht ihr Lehrer. Die Briefe führen uns bis ins Jahr 1944, nur wie geht's dann weiter? Wie geht die Geschichte aus? Hat sie ein glückliches Ende?
Jüdisches Museum

1938 - Mahnen/Gedenken/Erinnern

(ab 15 Jahren)
Dieses Vermittlungsprogramm verknüpft Orte jüdischer Geschichte in Wien mit einem Besuch im Jüdischen Museum. Ausgehend von der Synagoge in der Seitenstettengasse geht es über den Morzinplatz zum Judenplatz. Das Mahnmal von Rachel Whiteread bildet die Überleitung zum Museumsprogramm: die SchülerInnen sollen anhand von Photos Situationen in der Dauerausstellung ausfindig machen, die an die Schoa erinnern. Dabei wird deutlich, dass diese Erinnerung auf verschiedene Weise und mit ganz unterschiedlichen Objekten erfolgen kann.
Museum Judenplatz