Angebote für Schulklassen
Lernort Museum
Erinnerung ist ein Schlüssel zur jüdischen Kultur und prägt das Museum sowohl im Gesamtkonzept als auch im Detail. Erinnerung bedeutet auch aktive Auseinandersetzung und damit wird das Museum ist zu einem ein Ort der Begegnung, der Kommunikation und der Diskussion.
Sie wollen das Jüdische Museum kennenlernen? Jüdische Religion und Wiener jüdische Geschichte verknüpft mit Informationen über die Institution Museum? Alle Programme, die wir hier für Sie zusammengestellt haben, eignen sich sowohl als Einstieg als auch als thematische Vertiefung. Sie haben Erinnerung zum Thema, die ihnen an allen ellen drei Standorten begegnet.
Die Programme:
From bottom to top
(Kindergarten, Volksschule)
Wie funktioniert eigentlich ein Museum? Was darf man tun, was sollte man lieber nicht machen, was ist ganz und gar verboten? Die witzige und mit einigen Aufgaben gekoppelte Rallye soll ganz jungen Leuten Lust aufs Museum machen. Lust auf die Dinge hinter dem Glas oder an der Wand, die ganz alt, ganz modern, ganz schön oder auch ganz cool sind und eine Menge Geschichten erzählen können...
Jüdisches Museum
Celinas Stories
(Kindergarten, Volksschule)
Celina wohnt im Museum und weiß einfach alles über die ausgestellten Objekte, denn die sprechen nachts mit ihr: über die jüdischen Feste, die Tora und die Synagogen, in denen die Objekte einmal verwendet wurden. Celina kann auch ein bisschen hebräisch und als Museums-Geschenk gibt’s ein hebräisches Tatoo!
Jüdisches Museum
Museumsinterview
(für Wienwochen-SchülerInnen der Unterstufe und Unentschlossene)
Mit Hilfe von Arbeitsblättern, die nicht zu schwierig, aber auch nicht zu einfach sind, entdecken die SchülerInnen in drei Gruppen die drei Stockwerke der Dauerausstellung im Wiener Jüdischen Museum. Man erfährt etwas über jüdische Feiertage, bekommt Infos zur Wiener jüdischen Geschichte und überlegt gemeinsam, wie ein jüdischen Museum aussehen sollte – nach 1945, nach der Schoa, heute, in Wien. Der Museums-Guide moderiert und ergänzt, Fragenstellen und Diskutieren sind nicht nur erlaubt, sondern gewünscht.
Jüdisches Museum
Museum buchstabieren
(Für Wienwochen-SchülerInnen der Oberstufe und Unentschlossene)
Die SchülerInnen arbeiten in drei Gruppen und untersuchen jeweils einen Bereich der Dauerausstellung. Dabei suchen suchen sie nach Worten, Textteilen oder Sätzen auf Vitrinen, Wänden und Objekten Religion, Geschichte und die Institution Museum, etwa welche Erwartungen man an ein jüdisches Museum hat und ob diese erfüllt werden, sind Themen der Auseinandersetzung mit den SchülerInnen.
Jüdisches Museum
Snap-Shot!
(für alle Schulstufen)
Das Jüdische Museum muss einen neuen Folder und ein neues Plakat entwerfen. Dazu brauchen wir wirklich gute Ideen. Mit einer Paloroid-Kamera suchen die SchülerInnen in den drei Stockwerken der Dauerausstellung nach jeweils fünf „besten“ Objekten oder Situationen für den neuen Folder und das Plakat und begründen ihre Wahl. Das Besondere an diesem Programm: die SchülerInnen suchen das Objekt aus, über das geprochen werden soll, sie bestimmen den Inhalt des Museumsrundgangs. Eine andere Art Wissen zu vermitteln...
Jüdisches Museum
new collection
(alle Altersstufen)
15 Dinge - alltägliche, witzige, kuriose – bilden die Grundlage dieses Programms. Die SchülerInnen arbeiten in Teams und sollen für das „Ding“ einen Platz in der Dauerausstellung des Museums finden und es so zu einem Ausstellungsobjekt machen. Zahlreiche Anknüpfungspunkte zu jüdischer Religion und jüdischer Geschichte werden vermittelt, vor allem geht es um die Frage nach dem Sinn und der Bedeutung eines jüdischen Museums, heute in Wien.
Jüdisches Museum
Bitte inventarisieren!
(ab 15 Jahren)
Bei diesem außergewöhnlichen Workshop kommen fünf ausgewählte Objekte aus dem Schaudepot des Jüdischen Museums „zu Wort“. Wir tun so, als wären die Gegenstände „gerade erst angekommen“ und müssten neu inventarisiert werden. Das ist ein kompliziertes Unterfangen, das den Blick auf Details lenken soll. Die SchülerInnen schlüpfen in die Rolle der Museums-KuratorInnen und inventarisieren das Objekt. Größe, Zustand, Versicherungswert, Datierung – wie kann man das alles herausfinden? Dabei entdecken die SchülerInnen, dass die Dinge im Museum dem Betrachter Geschichte(n) erzählen.
Eignet sich v.a. für Wahlpflichtfachgruppen, Achtung begrenzte TeilnehmerInnen-Zahl, rechtzeitige Anmeldung erforderlich.
Jüdisches Museum
Museums-Memory
(für Volksschulklassen)
Wie sah Wien im Mittelalter aus? Wo war das jüdische Viertel? Was macht man eigentlich in einer Synagoge? Was macht ein Rabbiner den ganzen Tag? Mit welchen Spielzeugen haben sich die Kids im Mittelalter die Zeit vertrieben? Welche Gerichte waren vielleicht in dem in der Vitrine ausgestellten Geschirr? War das womöglich koscher? Eine spannende Reise durchs Museum und die Zeit – wer gut aufpasst gewinnt bestimmt das Museums-Memory!
Museum Judenplatz
See & find – obendrauf und untendrunter
(ab 12 Jahren)
Dieses Vermittlungsprogramm liegt in drei Varianten vor. Es liefert Informationen zur ersten jüdischen Gemeinde im Mittelalter und ihrer Auflösung im Jahr 1421 und kombiniert sie anhand der Reste der mittelalterlichen Synagoge mit Informationen und Wissenswertem aus dem Themenkreis jüdische Religion. Der Judenplatz mit dem Schoa-Mahnmal wird als Erinnerungsort miteinbezogen.
- Arbeitsblätter mit zusätzlichen Info-Materialien
- Suchspiel mit Wortkarten
- Suchspiel mit Bildkarten
Museum Judenplatz
Zachor!
(ab 15 Jahren)
Der Imperatif des hebräischen Wortes „erinnern“ ist zugleich Titel und Programm. Ausgehend vom Schoa-Mahnmal auf dem Judenplatz reflektieren SchülerInnen verschiedene Strategien der Erinnerung an die größte Katastrophe des 20. Jahrhunderts. Zachor! vermittelt keine historischen Fakten, sondern stellt die schwierige Frage nach einem sinnvollen, überzeugenden und im 21. Jahrhundert anwendbaren Erinnerungsmodus.
Museum Judenplatz
Planquadrat Museum
(ab 15 Jahren)
Was erwarten junge Leute eigentlich von einem jüdischen Museum? Was sollte hier ausgestellt werden? Nach einer kurzen Intro, in der die verschiedenen Statements der SchülerInnen gesammelt werden, stellt eine kurze Überblicksführung Ausstellungsobjekte und Architektur am Judenplatz vor – von außen nach innen, von oben nach unten. Danach planen die Kids selbst: Alles neu? Alles raus? Was soll bleiben? Was muss gehen? Das Vermittlungsprogramm PLAN QUADRAT MUSEUM ist eine Auseinandersetzung mit jüdischer Geschichte und der Frage, ob und wie man das ausstellen kann.
Museum Judenplatz
