Angebote für Schulklassen

Die Türken in Wien

Geschichte einer jüdischen Gemeinde

Wer fährt mit nach ...? (Volksschule)

Eine kulturhistorische Ausstellung für ganz junge MuseumsbesucherInnen? Geht das? Ja, das geht, denn in einer durchschnittlichen Volksschulklasse sitzen Kinder mit unterschiedlichen Sprachen, Kulturen, Nationalitäten, Identitäten und Religionen beisammen. Die Ausstellungsobjekte erzählen von kulturellem Austausch und Vernetzung, von europäischer Kultur und von Wien, wo alles zusammentrifft. Der Ausstellungsbesuch funktioniert wie eine Reise: von Wien nach Sarajevo, von Belgrad nach Sofia, von Thessaloniki nach Izmir, von Venedig nach Temesvar und wieder nach Wien zurück. Wenn man eine Reise macht, bringt man natürlich etwas mit. Die SchülerInnen bilden Reisegruppen und suchen ihr "Lieblingssouvenir" aus. Wir schauen uns gemeinsam an: Woher kommt es? Wie alt ist es? Welche spannende Geschichte erzählt es? Als kreatives Extra buchbar ist das "Reisetagebuch", bei dem die SchülerInnen gemeinsam ein Riesenreisetagebuch gestalten, in das alle Souvenirs und Reiseziele zeichnerisch aufgenommen werden.

Wien bittet zu Tisch (Unterstufe, Mittelstufe)

Die Ausstellung erzählt die Geschichte der sefardischen jüdischen Gemeinde in Wien. Woher kamen ihre Mitglieder? Was brachten sie mit, was ließen sie zurück? Warum hatten sie türkische Pässe? Warum wurden in der 1887 erbauten Synagoge, dem "Türkischen Tempel", die Geburtstage des Sultans und des Kaisers gefeiert? Wo fühlten sich die türkischen Juden heimisch? Der die sefardische Gemeinde betreffende Bereich der Ausstellung ist als großer Tisch gestaltet, an dem sich unterschiedliche Leute zu unterschiedlichen Zeiten treffen und AuststellungsbesucherInnen einladen, Gäste zu werden. Die "Tischgespräche" werden von den SchülerInnen anhand der Ausstellungsobjekte, zusätzlicher Infos und eigener kreativer Einfälle in kleinen Teams entwickelt. Der Museumsguide spielt den Gastgeber, der seine interessanten Gäste "interviewt".

orient-express! (Mittelstufe, Oberstufe)

Wie mit dem Orient-Express reisen die SchülerInnen durch die Zeit, durch die Geschichte auf den Spuren der spanischen Juden - von Toledo bis nach Istanbul. Anhand von aktuellen Fotos von Verkehrsmitteln aus den Städten der Ausstellung suchen die "Reisegruppen" nach Ausstellungsstücken aus diesen Orten. Die Objekte erzählen Geschichte(n) und überliefern Erinnerung, sie behandeln Alltägliches und Außergewöhnliches. In Form von Rollenspielen versetzen sich die Reisenden in die Personen, die mit den gefundenen Objekten in Verbindung stehen - an unterschiedlichen Stellen der Ausstellung, an unterschiedlichen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten. So rückt die Vergangenheit nahe an die Gegenwart heran und die vielen kulturellen Vernetzungen und Beziehungen werden offensichtlich und nachvollziehbar.