WIEN. JÜDISCHES MUSEUM. 21. JAHRHUNDERT

7 Fragen auf dem Weg zu einer neuen Dauerausstellung

WIEN. JÜDISCHES MUSEUM. 21. JAHRHUNDERT © Klaus PichlerDerzeit diskutieren jüdische Museen weltweit – vor allem in den USA – über ihre Zukunft. Wie lässt sich die jüdische Geschichte, Kultur, Religion, aber auch die Shoa 67 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs vermitteln? Das Jüdische Museum Wien übernimmt in dieser Diskussion eine Vorreiterrolle, fragt nach der spezifisch europäischen und österreichischen Perspektive und gestaltet dazu eine Ausstellung und in weiterer Folge ein internationales Symposium. Nach den Grundsätzen der partizipatorischen Kulturvermittlung wollen wir mit dem Publikum für das Publikum arbeiten und haben danach unser Konzept ausgerichtet.
 
Warum gibt es eigentlich jüdische Museen, wer besucht sie und warum? Was wurde und wird hier gesammelt? Wie kann man die Wiener jüdische Geschichte erzählen oder die jüdische Religion ausstellen? Fragen wie diese öffnen den Rahmen für eine Ausstellung, die für ein Jahr das Atrium im Erdgeschoß des Jüdischen Museums Wien bespielt. WIEN. JÜDISCHES MUSEUM. 21. JAHRHUNDERT © Klaus Pichler Dieser „Space in Progress“ ist eine wichtige Etappe auf dem Weg zur neuen Dauerausstellung: Er dokumentiert historische und gegenwärtige Positionen und lädt Besucherinnen und Besucher ein, selbst Fragen zu stellen, Antworten zu (ver-)suchen und Spuren zu hinterlassen. Die Ausstellung stellt außerdem einen Bezug zur permanenten „Installation der Erinnerung“ der New Yorker Künstlerin Nancy Spero (1928-2009) her und ermöglicht so einen frischen Blick auf die faszinierende Arbeit, die sich seit 1996 in diesem Raum befindet.

Kurator: Werner Hanak-Lettner
Gestalter: Gerhard Abel, pla.net