Palais Eskeles

Schaudepot
Von der blühenden Gemeinde zur Zerstörung

Hunderte Schofarhörner, Torakronen, Toravorhänge, Chanukkaleuchter, Kidduschbecher, Sederteller und Krüge. Handgetriebene Silber- und Goldschmiedearbeit neben maschinengefertigter Dutzendware.

Das Schaudepot ist kein Ausstellungsraum im eigentlichen Sinn. Es bietet den Besuchern die seltene Gelegenheit, die gesamten Bestände des Museums einzusehen. Die große Fülle an Objekten verweist auf die ehemals blühende jüdische Gemeinde in dieser Stadt.

Die meisten der hier gezeigten Gegenstände sind eine Dauerleihgabe der Israelitischen Kultusgemeinde. Sie wurden nicht gesammelt, sondern 1938 und in den Folgejahren brutal aus ihrem alltäglichen Zusammenhang gerissen: aus Synagogen, Bethäusern, privaten Haushalten. Verkohlte Ritualobjekte berichten vom Novemberpogrom 1938, als die Nazis in Wien an die 50 Synagogen und 100 Bethäuser in Brand steckten oder verwüsteten.

Kuratorin: Gabriele Kohlbauer-Fritz

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