Das Jüdische Museum Wien präsentiert

Oz Almog and Friends

Aleph Beth

Judaica Kid’s Box


Ab 3. Oktober 2007

Palais Eskeles
Dorotheergasse 11
1010 Wien

Ein vom österreichisch-israelischen Künstler Oz Almog initiiertes und konzipiertes Kunstprojekt setzt sich von 03. Oktober 2007 bis 17. Februar 2008 mit dem hebräischen Alphabet, der jüdischen Religion und jüdischen Traditionen auseinander. Hauptzielgruppe sind dabei Kinder und Jugendliche, doch auch Erwachsene sollen sich durch die Art des Zugangs gleichermaßen angesprochen fühlen. Ausstellungsort ist das Kinderatelier des Museums, das seit der Eröffnung des Hauses einer der Fixpunkte der Vermittlungsarbeit ist. Tragendes Element der Präsentation sind zum einen Bilder, Fotos, Gegenstände und ein Video, die von verschiedenen Künstlern und Künstlerinnen gestaltet wurden, zum Anderen publiziert der Künstler Oz Almog so genannte "Pixie Books", die die einzelnen Themenkreise in der Tradition dieser beliebten Kinderbücher aufarbeiten.

Mit seinen tiefen symbolischen Wurzeln bildet das hebräische ALEPH BETH eine der traditionellen Grundsäulen der jüdischen und der universellen Kultur. Mit der Ausstellung ALEPH BETH. JUDAICA KID'S BOX stellen sich mehrere Künstler und Künstlerinnen der internationalen Szene gemeinsam mit Oz Almog der Herausforderung, eine kindgerechte Präsentation der jüdischen Begriffe und Symbolik zu schaffen. Die spielerische Präsentation soll einen unorthodoxen Zugang zur komplexen Bedeutung der hebräischen Buchstaben bieten. Denn in den Chiffren des ALEPH BETH ist die Philosophie einer Jahrtausende alten Kultur enthalten, deren Elemente man auch heute noch überall antrifft. Trotzdem wissen die wenigsten über die Bedeutung von Begriffen und Namen bescheid. Das Projekt ALEPH BETH wagt sich an das Unterfangen, eine große, traditionsreiche Kultur an einigen Enden anzupacken und einen ersten Einblick zu ermöglichen. Es wendet sich an Kinder - aber nicht nur an sie - und bietet verschiedene Einstiegsebenen, von spielerisch-heiter bis anspruchsvoll. Es ist ein künstlerisches, kein wissenschaftliches Projekt und es bewegt sich von Thema zu Thema auf dem assoziativen, emotionalen Weg mit der Absicht, ein Interesse zu wecken, das später vertieft werden kann.

Die ALEPH BETH. JUDAICA KID'S BOX bietet vielfältige Informationen aus der Bibel, dem Talmud, der jüdischen Folklore, dem Alltagsleben von Juden überall auf der Welt und im heutigen Israel an. Das Projekt ist ein lebendiger Organismus, der wie auch sein Gegenstand auf Erweiterung angelegt ist. Die "Kid`s Box" enthält Bilder, Fotos, Gegenstände und ein Video, die zur Auseinandersetzung mit dem überlieferten Wissen des Judentums animieren. "Wozu trägt man eine Kippa?; "Hat Gott wirklich 72 Namen?"; "Was steht in der Mesusa?"; "Warum essen wir koscher?" Diese und viele andere Fragen stellt und beantwortet diese Ausstellung, die Denkanstöße liefern und Möglichkeiten zur Annäherung an jüdische Traditionen bieten will.

Ein tragendes Element sind so genannte Pixi-Bücher, in denen die ausgestellten Inhalte verewigt sind: Die ersten Pixi-Bücher mit Kindergeschichten wurden 1953 in Dänemark und ein Jahr später in Deutschland als amerikanische Lizenzausgaben veröffentlicht. Das amerikanische Original "A Pixie Book" ist seit 1948 bekannt. Ein original Pixi-Buch ist 10 x 10 cm groß, wiegt circa 20 Gramm und hat bis zu 24 farbige Seiten. Bislang sind mehr als 1.500 verschiedene Titel in über 160 Serien erschienen, seit Erscheinen des ersten Pixi-Buches sind alleine in Deutschland rund 260 Millionen Exemplare verkauft worden. In der Ausstellung werden für jedes Thema eigene Pixi-Bücher produziert, die man auch im Museumsshop erwerben kann. Sie sollen den Zugriff erleichtern und laden gleichzeitig dazu ein, auszuwählen, wie und in welcher Reihenfolge man sich dem großen Angebot nähert: Von der systematischen Auflistung der Begriffe, über die Interpretationen der Künstler und Künstlerinnen bis hin zum Spiel mit den Buchstaben. Alle Pixie-Bücher wurden mit Rücksicht auf die unterschiedlichen Themenkreise und die einzelnen Künstler und Künstlerinnen von Oz Almog gestaltet. Das "Buch der Begriffe" zum Beispiel ordnet strikt nach dem hebräischen Alphabet - das ist wichtig, weil das "Alephbeth" die Grundlage für das ganze Ordnungssystem eines Weltbildes ist. Das Projekt ALEPH BETH. JUDAICA KID'S BOX ist der erste Schritt in einer Reihe, in der verschiedene Künstler, jüdische und nicht-jüdische, zu diesen Themen zusammenarbeiten.

Die Ausstellung ist von 3. Oktober 2007 bis 17. Februar 2008 im Jüdischen Museum Wien (Wien 1, Dorotheergasse 11) zu sehen. Das Museum ist von Sonntag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ein Begleitprogramm ist in Vorbereitung, Details unter www.jmw.at. Der Eintritt beträgt € 6,50 / € 4,- ermäßigt. Schulklassen haben freien Eintritt, Führungen und pädagogische Programme: Tel.: +43-1-535 04 31-311, 312 bzw. kids.school@jmw.at.


Die Projektbeteiligten:

Idee & Konzept: OZ ALMOG, 2007

Liste der teilnehmenden Künstler und Künstlerinnen:
- SHRAGA HALLER, Israel/Niederlande, Kinderbuch-Illustrator
- LILO ALMOG, Österreich, Wiener Künstlerin und Modedesignerin
- YOSEPH HAIM, Israel, Künstler
- ALONA GRANITZKAYA, Russland/Israel, Künstlerin
- JACQUELINE GODANY, Österreich, Wiener Fotografin
- EITAN FRIED, Israel, Künstler
- BARNE MILOSEVIC, Serbien, Belgrader Kunsttischler
- BRANKO BRANDAJS, Serbien, Belgrader Fotograf
- BORJAN MILIJC, Serbien, Belgrader Designer und Grafiker
- ZORAN KOS, Serbien, Belgrader Designer und Fotograf
- MARIA BLAZEJOVSKY, Österreich, Wiener Kindbuch-Illustratorin
- PETER WALKERSTORFER, Österreich, Wiener Zeichner und Illustrator
- TIM HITCOCK, US, Künstler
- ANTON MARC DeAMICIS, US, Künstler
- JERRY, US, Künstler
- JEVREISKA ARMIJA GRUPPA, Amsterdam-Kijev-Amsterdam

Verantwortlich für die Texte sind:
- ANDREAS SPERLICH, Österreich
- ERICH METZ, Österreich
- HANNAH LANDSMANN, Österreich
- IDA DeMAJO, Österreich/Serbien
- BRANKA PAVLOVIC, Serbien
- JEVREISKA ARMIJA GRUPPA, Niederlande/Ukraine
- OZ ALMOG, Österreich/Israel
- MIRIAM FRIED, Österreich /Israel, Übersetzung



Weiterführende Informationen:

» Zur Ausstellung


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