26. Mai 2026
Aktuelles
Eröffnung: A Muslim, a Christian and a Jew
von Natascha Golan
Am Abend des 19. Mai wurde die Ausstellung „A Muslim, a Christian and a Jew” des bekannten israelischen Künstlers Eran Shakine im Museum Dorotheergasse feierlich eröffnet. Zahlreiche prominente Gäste aus Politik, Kultur und Medien nahmen an der Eröffnungsfeier teil, darunter hochrangige Vertreter bedeutender Kulturinstitutionen, internationaler Botschaften sowie der Stadt Wien. Der Künstler Eran Shakine war für dieses besondere Kulturevent persönlich aus Tel Aviv angereist und begleitete die Vernissage vor Ort.
Für die stimmungsvolle musikalische Begleitung des Abends sorgte das Trio Klezzthree, bestehend aus den renommierten Musikern Maciej Golebiowski, Efe Turumtay und Benjy Fox-Rosen.

© Ouriel Morgensztern
Im Zentrum der Ausstellung steht Shakines gleichnamige Werkserie, deren Titel zunächst wie der Beginn eines Witzes klingt. Die Kunstwerke setzen sich jedoch humorvoll und zugleich tiefgründig mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden der drei monotheistischen Religionen auseinander. Ein Muslim, ein Christ und ein Jude begegnen einander in alltäglichen, poetischen und manchmal absurden Situationen, wobei sie sich nicht als Gegensätze präsentieren, sondern als Menschen mit gemeinsamen Hoffnungen, Fragen und Verletzlichkeiten.
Die besondere Atmosphäre der Ausstellung wird maßgeblich durch echte Pflanzen geprägt, welche die Wiener Stadtgärten eigens für dieses Kunstprojekt im Museum zur Verfügung stellen.
Barbara Staudinger, Direktorin des Jüdischen Museums Wien, betonte in ihrer Eröffnungsrede die gesellschaftliche Relevanz der Kunstwerke: „In einer Zeit, in der religiös motivierter Hass immer tiefere Gräben zwischen Bevölkerungsgruppen gräbt, stellt Eran Shakine in seinen Bildern einfache Fragen: Warum arbeiten wir nicht zusammen für ein größeres Ziel? Warum erwarten wir erlöst zu werden, anstatt uns gegenseitig zu retten? Seine Antworten sind vielschichtig, aber immer radikal optimistisch.”

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Kurator Hannes Sulzenbacher erklärte zur Bedeutung der Kunstwerke: „Eran Shakines Werkzyklus zeigt, dass das Gemeinsame nicht in den großen Offenbarungen liegt, sondern im alltäglichen Vollzug des Menschseins. Plötzlich wird greifbar, dass es möglich sein könnte, das gemeinsame Leben. Und dennoch ist es eine der größten Herausforderungen auf unserem Planeten.”

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Die Amtsführende Stadträtin für Kultur und Wissenschaft, Veronica Kaup-Hasler, hob die gesellschaftliche Relevanz der Ausstellung hervor: „Das Jüdische Museum Wien präsentiert einen vielschichtigen Dialog über Zusammenleben, gegenseitigen Respekt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Eran Shakine verbindet in seinen pointierten Malereien und Zeichnungen religiöse Motive mit popkulturellen Anspielungen sowie alltäglichen Szenen und schafft damit Arbeiten, die zugleich humorvoll, zugänglich und gesellschaftlich relevant sind.
Seine Werke machen sichtbar, wie wichtig Offenheit, Perspektivenvielfalt und das Verbindende für unsere Gesellschaft sind.”
Gregor H. Lersch, Direktor des Museums Casa di Goethe, erklärte zur Relevanz der Exponate: „Mit Eran Shakines Arbeiten wird eine künstlerische Position aus Israel gezeigt, die trotz aller Brüche und Konflikte weiter an die Möglichkeit eines gemeinsamen Miteinanders glaubt.”
Die Stadt Wien als historischer Ort der Begegnung, aber auch der Spannungen zwischen den abrahamitischen Religionen, bildet einen zentralen Resonanzraum für diese besondere Ausstellung.

© Ouriel Morgensztern
Mit viel Humor, künstlerischer Präzision und großer Menschlichkeit eröffnet Eran Shakine in seiner aktuellen Ausstellung neue Perspektiven auf das friedliche Zusammenleben in einer zunehmend polarisierten Gegenwart.

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Der Künstler Eran Shakine wurde 1962 in Israel als Sohn eines französischen Vaters und einer ungarischen Schoa-Überlebenden geboren. Heute lebt und arbeitet er in Tel Aviv. Seine zeitgenössischen Arbeiten und Kunstwerke wurden bereits international ausgestellt und sind weltweit in zahlreichen renommierten Sammlungen vertreten.

© Ouriel Morgensztern

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