Bestände
Die Bibliothek des Jüdischen Museums der Stadt Wien versteht sich als Fachbibliothek zum Thema Judentum. Die Sammlung geht auf den Beginn des 19. Jh. zurück und besteht aus Literatur zur Geschichte, Religion und Kultur des Judentums, sowie aus Belletristik jüdischer Autoren und Autorinnen, Zeitschriften und Nachschlagewerken. Der Bibliotheksbestand liegt derzeit bei 38.000 Werken, die ältesten davon stammen aus dem 16. Jahrhundert. Etwa ein Drittel des Bestandes machen hebräisch geschriebene Werke aus, davon sind ca. 75% in hebräischer und 25% in jiddischer Sprache. Die übrigen zwei Drittel bestehen zum Großteil aus Werken in deutscher und englischer Sprache.
Der Schwerpunkt der lateinschriftlichen Bestände liegt bei Werken zur Geschichte der Juden in Wien und Österreich, sowie zur Geschichte der Juden in den ehemaligen Ländern der Monarchie. Ein besonders wichtiger Bestandteil sind ältere Werke, die hochinteressante Quellen zum jüdischen Leben in Wien darstellen, wie etwa die Berichte der Kultusgemeinde, Jahresberichte von Vereinen etc. Weiter verfügt die Bibliothek über eine beträchtliche Anzahl von jüdischen Zeitungen und Zeitschriften aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg.
Die hebräischen Bestände enthalten großteils religiöse Literatur und Rabbinica, aber auch Werke zur Zeitgeschichte Israels und der Schoa (z. B. Jiskorbücher) und Belletristik. Die jiddischen Werke entstammen überwiegend dem Bereich der Belletristik, dazu kommen noch einige nennenswerte Zeitschriften und wissenschaftliche Werke.

