„Qualtinger liest Qualtinger. Die rot-weiß-rote Rasse“ mit Vera Borek & Thomas Kaufmann

Helmut Qualtinger war gemeinsam mit Carl Merz und Gerhard Bronner für die legendären, gesellschaftskritischen Kabarettprogramme der 50er und frühen 60er Jahre verantwortlich. 1961 beendete Helmut Qualtinger seine Karriere als Kabarettist und begann am Theater ernste Rollen zu spielen, im selben Jahr wurde der „Herr Karl“ im ORF Fernsehen uraufgeführt. Das Stück des bewährten Teams Merz/Qualtinger löste durch die provokante Verkörperung eines Spießers, der sich mit Opportunismus und Selbstgerechtigkeit durch die Nazizeit laviert hatte, einen Skandal aus, weil es die Grenzen zwischen Realität und Fiktion niederriss. In den Folgejahren arbeitet Qualtinger an verschiedenen deutschen Bühnen und ging mit Texten von Karl Kraus und Hitlers „Mein Kampf“ auf Tournee. Daneben veröffentlichte er erste Satiren.

Eine dieser Satirensammlungen ist "Die rot-weiß-rote Rasse", die 1979 publiziert wurde. Darin treffen sich die Gestalten der Wiener Szene, die manchen von uns vertraut sind und bis heute nichts an Originalität und Skurrilität eingebüßt haben. Helmut Qualtingers Witwe Vera Borek liest aus der Satirensammlung und wird dabei von Thomas Kaufmann am Saxophon begleitet.

Vera Borek war seit der Saison 1976/1977 bis zu ihrer Pensionierung 2005 festes Ensemblemitglied am Wiener Volkstheater Wien, wo sie auch weiterhin als Gastschauspielerin auftritt. Vera Borek war ab 1982 mit Helmut Qualtinger bis zu dessen Tod 1986 verheiratet.

Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Alle MESCHUGGE? Jüdischer Witz und Humor“.
Eintritt frei
Einlass ab 18:15 Uhr