„Russische Winterreise“ – ein Abend mit Susanne Scholl

Susanne Scholl, die Doyenne der Auslandskorrespondenz und lange Zeit Frontfrau der Osteuroparedaktion des ORF, ausgezeichnet mit renommierten Preisen für ihre journalistische Arbeit und ihr humanitäres Engagement, hat sich auch in der Literaturszene einen Namen gemacht. Sachtitel, Romane, Gedichte und Kurzgeschichten zählen zu den Arbeiten der ausgebildeten Slawistin mit dem ausgeprägten Faible für Russland - und für Moskau im Besonderen.
Die in „Russische Winterreise“ gesammelten Gedichte entstanden während einer Lesereise in Russland im Februar 2010 und spiegeln die Widersprüchlichkeit wieder, in die man gerät, wenn man sich Russland annähert.
In „Reise nach Karaganda“ erzählt Susanne Scholl von österreichischen Kommunisten und tschetschenischen Frauen, die mitten in der Verwüstung versuchen, ein halbwegs menschenwürdiges Leben zu führen – eine bewegende Parabel über Menschen, die zwischen den Mühlsteinen der Geschichte zerrieben werden, die als Figuren im Spiel der Mächtigen herhalten müssen und doch versuchen, ein wenig Würde und Autonomie zu bewahren.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung meeting jedermann : rabinovich revisited, die bis 26. Mai im Extrazimmer zu sehen ist.

Einlass 18:15 Uhr
Eintritt frei