Stefan Zweig, einer der berühmtesten deutschsprachigen Schriftsteller der Zwischenkriegszeit, floh schon 1934 vor dem Austrofaschismus und dem nach Hitlers Machtergreifung 1933 auch in Österreich deutlicher spürbaren Antisemitismus nach London. 1935 wurde die Oper “Die schweigsame Frau” in Dresden vom NS-Regime nach nur drei Aufführungen verboten, weil ihr Komponisten Richard Strauss sich geweigert hatte, den Namen seines Librettisten Stefan Zweig aus dem Programm zu entfernen. Zunehmend verzweifelt, zog Zweig zunächst nach England, dann in die Vereinigten Staaten und schließlich nach Brasilien, wo er 1942 gemeinsam mit seiner Frau Selbstmord beging.