Die Sammlung Berger

Die Sammlung Berger zählt zu den herausragenden Judaica-Sammlungen der Welt. Die Objekte stammen größtenteils aus der Habsburger-Monarchie und reichen von der kunstvoll gearbeiteten Tora-Krone bis zur volkstümlichen Esther-Rolle.

Max Berger wurde 1924 in Polen geboren und überlebte als einziger seiner Familie die Schoa. Anfang der fünfziger Jahre kam er nach Wien. In Erinnerung an seine Familie suchte er hier nach den Spuren einer zerstörten Welt und begann sein unermüdliches Sammeln - vor allem Gegenstände aus dem österreichisch-ungarischen Raum. Ihn faszinierten prächtige Objekte genauso wie folkloristisch-einfache. Bis zu seinem Tode im Jahr 1988 trug er rund 10 000 Objekte zusammen, die ein beeindruckendes Zeugnis jüdischen Lebens in der Donaumonarchie ablegen. Seinem Vermächtnis gemäß erwarb die Stadt Wien den Großteil dieser umfangreichen Sammlung. Die Sammlung Max Berger ist nach der Sammlung der IKG der größte Bestand des Jüdischen Museums Wien.

2010 erhielt das Jüdische Museum Wien nach dem Ableben von Frau Trude Berger, der Witwe Max Bergers, den Rest der Judaica-Sammlung als Legat. Dieser für das Museum neue Bestand enthält 3275 Objekte.