Die Sammlung Eli Stern

Die Stadt Wien hat im Jahr 1994 die große Privatsammlung von Eli Stern angekauft. Im Museumsinventar befinden sich 2826 Einträge, in der JMW-Bibliothek noch einmal über 700 Signaturen. Würde man jedoch jedes einzelne Objekt bis hin zum letzten Blatt Papier auflisten, so würden es weit über 10 000 Einzelstücke sein, darunter Sammelbüchsen, Palästina-Karten, Souvenirs aus Olivenholz, Plaketten, Abzeichen und Münzen sowie Ritualgegenstände, Personalausweise, Urkunden, Briefe, Fotografien, institutionelle Papier, aber auch Eintrittskarten zu Wiener Synagogen. Den wohl größten Schatz der Sammlung Stern bilden die rund 2000 Postkarten aus der Zeit von 1900 bis 1950. Sie spiegeln auf überaus vielseitige Weise sehnsuchtsvolle Projektionen auf das „Heilige Land“ verschiedenster Herkunft wider. Diese Dokumentation ist auch deshalb von besonderem Reiz, weil sie die frühe Aufbauphase vor der Staatsgründung verewigt. Reproduktionen aus dieser Postkartensammlung hängen seit 2006 als Dauerausstellung im Österreichischen Hospiz in Jerusalem.