Hier hat Teitelbaum gewohnt. Ein Gang durch das jüdische Wien in Zeit und Raum

Hier hat Teitelbaum gewohnt. Ein Gang durch das jüdische Wien in Zeit und Raum

Diese Eröffnungsausstellung des Museums zeigt die Geschichte des jüdischen Wien auf pointierte und komprimierte Weise: Ein begehbarer Stadtplan aus dem Jahre 1931 bildet den Ausgangspunkt für die Darstellung der verschiedensten Themenbereiche der jüdischen Kulturgeschichte Wiens. In diesen Stadtplan sind Teile historischer Stadtpläne eingeschnitten, die eine bestimmte historische Epoche und ein bestimmtes Thema präsentieren: Während der Gesamtplan auf den Schwerpunkt „Wien“ verweist, sind die gewählten Ausschnitte Träger für ein spezielles Thema aus der Geschichte und Kultur der Juden Wiens.

Ausgewählte Objekte - zum Teil aus dem reichen Sammlungsbestand des Museums - werden zur Illustration dieser Inhalte zusätzlich herangezogen. Erläuternde historische Texte stellen den Zusammenhang zwischen den Objekten und Themen her. Bei der Präsentation wird keine historisch lückenlose Darstellung der Geschichte der Juden Wiens angestrebt, die vorgestellten Aspekte sollen vielmehr verdeutlichen, wie viele verschiedene Impulse für das Kultur- und Geistesleben Wiens von den Wiener Juden ausgegangen sind. Dabei wird auch deutlich, welches Potential Wien durch Vertreibung und Holocaust verloren ging. „Teitelbaum“ dient als exemplarisches Beispiel für diese Zusammenhänge: Im Wiener Adressbuch von 1938 waren unter diesem Namen sechzehn Adressen angeführt, im aktuellen Wiener Telefonbuch 1993/94 ist der Name Teitelbaum nicht zu finden ... Kuratorin: Felicitas Heimann-Jelinek