Neuland. Israelische Künstler österreichischer Herkunft

Neuland. Israelische Künstler österreichischer Herkunft

Im Zentrum der Ausstellung stehen das persönliche Schicksal und der künstlerische Werdegang von rund 100 Frauen und Männern, die heute im Kultur- und Geistesleben Israels eine bedeutende Rolle spielen. Sie wurden zum Teil aus Österreich vertrieben, ein Teil verließ bereits vor dem Jahr 1938 das Land um in Eretz Israel eine neue Existenz aufzubauen. Ihre Arbeit leistete einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Literatur, Musik, Fotografie, Malerei, Architektur und der Medienlandschaft des Staates Israel.

Die Fotografin und Filmemacherin Alisa Douer ist den Schicksalen dieser österreichischen Emigranten im Rahmen eines mehrjährigen Forschungsprojekts der Exilbibliothek im Literaturhaus nachgegangen und hat die Künstler interviewt und porträtiert. Die Ergebnisse ihrer Recherchen, die Biografien und die von ihr fotografierten Porträts der Künstler bilden die erste Ebene der Ausstellung. Für die Ausstellung im Jüdischen Museum wurden die Künstler aufgefordert, ein Objekt zur Verfügung zu stellen, das typisch für ihr Schaffen oder ihr persönliches Schicksal ist. Diese Objekte - Bilder, Skulpturen, Manuskripte, Gegenstände aus dem Privatleben - bilden die zweite Ebene der Schau, die in Deutsch, Englisch und Iwrit gestaltet ist. Insgesamt werden mehr als 100 Kulturschaffende vorgestellt, wobei sich der Bogen von Malern wie Shmuel Katz oder Yosl Bergner über Musiker wie Menahem Breuer oder Edith Kraus bis hin zu Schriftstellern und Journalisten wie Jeshajahu Ben Porat, Amos Elon, Teddy Kollek, Alice Schwarz-Gardos oder Ari Rath spannt. Die Schau entstand mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums, des Außenministeriums und wurde von der Firma Mobil Oil Austria gesponsert. Die Exilbibliothek im Literaturhaus Wien stellte zahlreiche Dokumente und Leihgaben zur Verfügung.

Kuratorinnen: Gabriele Kohlbauer-Fritz, Alisa Douer