Filmvorführung: „Familientag im Hause Prellstein“

Der Film erzählt vom leidenschaftlichen Kartenspieler Sami Bambus, der, um seine Schulden loszuwerden, seinen Tod inszeniert. Aus Rache am verhassten Cousin seiner Frau setzt er diesen als Universalerben ein. Die geldgierige Familie will das Testament nicht akzeptieren und pocht auf ihren Anteil. Konspirative Sitzungen, Feilscherei und verwegene Verhandlungen sind damit eröffnet. ![/sites/default/files/old/2223.jpg:right]("Familientag im Hause Prellstein" "Familientag im Hause Prellstein") Prellstein versucht, sich mit Tücke gegen seine Verwandtschaft zu wehren. Als er jedoch erfährt, dass Samis Schulden höher sind als das Erbe, verzichtet er edelmütig zugunsten seiner ihn bedrängenden Familie. Die ahnungslosen Verwandten verkaufen die fiktiven Erbschaftsanteile an zwei windige Geldmacher, was wiederum Prellstein ärgert. Als dann Sami von den Toten aufersteht, erreicht die Konfusion ihren Höhepunkt. Der Stoff basiert auf dem gleichnamigen Bühnenstück der Herrnfeld-Brüder (Premiere 1905) und war heftig diskutiert und umstritten. Jüdische Organisationen sahen die klischeehaft überzeichneten jüdischen Charaktere als Verhöhnung und dadurch geneigt, antisemitische Vorurteile zu schüren. Im Anschluss diskutieren Dr. Alfred Stalzer (Ausstellungskurator), Dr. Armin Loacker (Filmarchiv Austria) und Univ.-Doz. Mag. Dr. Brigitte Dalinger (Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Universität Wien über den Film, die Überzeichnung des Juden im jüdischen Humor und antisemitische Vorurteile. In Kooperation mit dem [Filmarchiv Austria](http://filmarchiv.at/ ""). Tickets unter office@filmarchiv.at oder Tel.: 216 13 00-112. _Jüdisches Museum Wien Dorotheergasse 11 1010 Wien_