Jüdischer Sport und Olympia - eine Wiener Perspektive 

Museum Dorotheergasse
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Der terroristische Anschlag auf die israelische Mannschaft bei den Olympischen Spielen in München 1972, bei dem 12 Menschen zu Tode gekommen sind, jährt sich dieses Jahr zum 50. Mal. Das Jüdische Museum München gedenkt 2022 gemeinsam mit dem NS-Dokumentationszentrum München mit der Veranstaltungsreihe "Zwölf Monate – Zwölf Namen" jeden Monat einem Opfer. Im Dezember steht der Ringertrainer Muni (Moshe) Weinberg im Mittelpunkt, dessen Familiengeschichte mit der Steiermark und Wien verbunden ist. Aus diesem Anlass nehmen das Jüdische Museum Wien und das Centrum für Jüdische Studien der Karl-Franzens-Universität Graz in Kooperation mit dem Graz Museum mit je einer Veranstaltung am Gedenken teil.
 
Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Beteiligung jüdischer Sportler:innen an Olympia zu einem politisierten Thema. Die Ereignisse von München im Jahr 1972 haben eine lange Vorgeschichte, die auch in Österreich verortet ist. Georg Spitaler thematisiert in einem Vortrag das Verhältnis von jüdischem Sport und Olympischen Spielen, mit einem Schwerpunkt auf Debatten und Schlüsselereignissen mit Wienbezug. Anschließend sprechen Barbara Staudinger und die Künstlerin Nina Prader über die zu diesem Anlass entstandene Graphic Novel "Die Ringenden“. Die Gedenkschrift, die von Nina Prader recherchiert, gezeichnet, und geschrieben wurde, basiert auf Interviews mit Wissenschaftler:innen und Zeitzeug:innen und überträgt Erinnerungskultur in ein neues Medium.
 
Nina Prader ist Künstlerin, Schriftstellerin und Kuratorin. Sie studierte an der Museum School of Fine Arts, Boston und erhielt ihren MA in Critical Studies an der Akademie der Bildenden Künste Wien. Der Fokus ihrer Arbeit liegt auf unabhängigen Publikationen wie Kunstbüchern und Magazinen sowie auf sozialer Gerechtigkeit in Gemeinschaft, Bildung und Kunst. 
Georg Spitaler ist Politologe am Verein für Geschichte der Arbeiter:innenbewegung (VGA) und lehrt an der Universität Wien. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen neben Arbeiter:innengeschichte und Politischer Theorie auch Fragen des Politischen im Sport. Er veröffentlichte zahlreiche Publikationen zum jüdischen Sport in Wien.
 
Die Graphic Novel kann im Jüdischen Museum Wien gelesen und in unserem Shop erworben werden.

Einlass: 18:15 Uhr
Eintritt frei

Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich: Tel.: +43 1 535 04 31-1510 oder E-Mail: events@jmw.at

Die Veranstaltung findet unter Einhaltung der zu diesem Zeitpunkt gültigen COVID-19 Vorschriften statt.
Wir empfehlen das Tragen einer FFP2-Maske.