Buchpräsentation

Richard Schuberth "Vom Antisemitismus, der keiner sein will"

Museum Dorotheergasse

Auf einen Blick:

Mit: Richard Schuberth

Einlass 18:00 Uhr
Eintritt frei
Anmeldung/Buchung:
Person mit kurzem Haar, brauner Jacke und rot-schwarz gestreiftem Pullover vor einem historischen Gebäude mit Steinbogen.
© Jana Madzigon
Immer wieder knöpft sich der Wiener Dichter und Gesellschaftskritiker Richard Schuberth identitätspolitische Diskursmoden vor. Deren israelfeindliche Exzesse seit dem 7. Oktober 2023 führten ihn zu den psychologischen und historischen Wurzeln des israelbezogenen Antisemitismus und der Frage nach der Scheidelinie zwischen berechtigter Antisemitismusdiagnose und Diffamierung. In Form des literarischen Essays, der Analyse mit Witz und Sprachfantasie legiert, ergründet er dieses Minenfeld der ideologischen Verzerrungen, die ihm aus seiner eigenen Biografie nur zu vertraut sind. Er ruft dabei auch seinen einstigen Antisemitismus als junger Marxist sowie seinen Kulturrelativismus als junger Ethnologiestudent in den Zeugenstand. Worin besteht dieser neue Antisemitismus? Wie neu ist er wirklich? Und wie lässt sich Kurs halten zwischen der Kritik antisemitischer Wahnbildung und Verständnis für Leid und Anliegen von Israelis und Palästinensern? Diesen Fragen geht Schuberth in seinem neuen Buch nach.

 
Richard Schuberth hat Romane, Essays, Kurzgeschichten, Aphorismen, Lyrik und Theaterstücke verfasst, außerdem wissenschaftliche Texte, Songs und gesellschaftskritische Satiren. 2021 erhielt er den Theodor Kramer Preis. Zuletzt erschienen: "Lord Byron – der erste Anti-Byronist" und "Der Paketzusteller".


Einlass 18:00 Uhr
Eintritt frei