Buchpräsentation

Klaus S. Davidowicz "Körper aus Staub, Blick aus Licht: Der Golem im Kino"

Museum Dorotheergasse

Auf einen Blick:

Anmeldung/Buchung:
Skulptur einer stehenden Figur mit hebräischer Schrift auf der Brust, im Hintergrund unscharfe, überlagerte Gesichter und eine weitere Figur in einem urbanen Umfeld.
© V&R unipress
Der Golem geht ins Kino – und bleibt dort. Klaus S. Davidowicz spürt dem uralten Mythos des Golem auf der Leinwand nach: vom stummen Wächter Prags bis zur plastinierten Barbie – als Monster, Retter, Erinnerung, Rebellion. Ein faszinierendes Filmbuch, das tief blickt: in jüdische Mystik, kabbalistische Buchstabentänze und moderne Filmikonen wie Blade Runner oder Inglourious Basterds. In der Filmgeschichte wurde ein Wesen aus Lehm und Legende zum Spiegel jüdischer Erfahrung, kultureller Ängste und künstlerischer Visionen. Neben Klassikern analysiert Klaus S. Davidowicz auch viele fast vergessene, überraschende oder bislang übersehene Filme – kenntnisreich, fesselnd und mit einem Gespür für das Magische im Medium Film.
 
Prof. Dr. Klaus S. Davidowicz lehrt Judaistik an der Universität Wien. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Rolle des Spielfilms als moderner Midrasch – als visuelle Form jüdischer Auslegung, Erinnerung und Traditionsbildung. Er untersucht die Darstellung, Deutung und Transformation jüdischer Narrative im Medium Film.
 
Einlass 18:00 Uhr
Eintritt frei